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    Ein Blogbeitrag von: Regina [Der Inhalt stellt keine Rechts-, Finanz-, Steuer- oder Anlageberatung dar.]

    Freiberuflich / selbstständig: Texter werden [und Geld verdienen] - alles was Du wissen musst (2024)

    Wer online und am besten von zu Hause (wo auch immer das auf dieser Welt ist, Stichwort: digitales Nomadentum) Geld verdienen will, entdeckt schnell ein Berufsbild: den Texter bzw. die Texterin! Aber wie wird man Texter, was unterscheidet Texter von Redakteuren, Journalisten und Co und lohnt sich die Selbstständigkeit als Texter überhaupt noch?

    Texter werden Anleitung

    Prinzipiell kann jeder Texter werden, auch ohne eine entsprechende Aus- oder Weiterbildung. Das heißt aber nicht, dass man als Texter:in nichts können muss - ganz im Gegenteil.

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      Was macht ein Texter?

      Ein Texter schreibt Texte. Na ja, das war Dir wahrscheinlich vorher schon klar, doch Text ist eben nicht gleich Text. Ohne nun direkt in die (journalistischen) Textgattungen einsteigen zu wollen, unterscheidet man vor allem zwischen folgenden Bereichen - als Texter bist Du meistens für werbliche Texte zuständig (die Grenzen sind jedoch fließend):

      Werbetexte (sogenanntes Copywriting)

      1. Slogans / Claims
      2. Texte für Werbematerial
      3. Social-Media-Ads
      4. Verkaufsseite / werbliche Landingpages
      5. Produktbeschreibungen und Teaser
      6. SEO-Texte

      Texte im Online-Journalismus

      1. Online-Ratgeber
      2. Blogartikel / Kolumnen mit eigener Meinung
      3. Testberichte
      4. News und Reportagen

      Weitere Textsorten

      1. Pressemitteilungen
      2. Bewerbungsanschreiben

      Sind Texter Journalisten?

      Texter sind in der Regel keine Journalisten, können aber auch beides sein. Während Texter vornehmlich werbliche und marketingorientierten Content kreieren (der dann aufgrund dessen, dass eine Website von einer Firma betrieben bzw. ein Produkt von dieser herausgegeben wird, auch als solcher ersichtlich ist), zielen Journalisten auf objektive Berichterstattung und Nachrichtenvermittlung ab (sofern es sich nicht um Kolumnen handelt).

      Allerdings sind die Grenzen bei den Bezeichnungen und Tätigkeiten fließend, da auch Portale mit journalistischem Anspruch freie Texter beschäftigen bzw. Texter journalistische Texte verfassen können.

      Bedenke: In Deutschland darf sich jeder als Journalist bezeichnen - es herrscht Presse- und Meinungsfreiheit. Dennoch gibt es freilich Regeln - fest verankerte und teilweise ungeschriebene Gesetze. So sollte eine eigene Meinung stets auch als solche ersichtlich sein. Zudem ist Schleichwerbung verboten. Man darf also keine Irreführung betreiben.

      Texter: keine Ausbildung notwendig, dafür Know-How

      Ja, wirklich JEDE und JEDER kann Texter:in werden. Die einzige Voraussetzung: Du musst Auftraggeber finden, die Dich bezahlen. Zumindest dann, wenn Du als Texter Geld verdienen möchtest. Und die Chance, Auftraggeber zu finden, erhöht sich, wenn Du folgende Dinge mitbringst oder Dir aneignest.

      1. Sprachgefühl

      Wenn Du schon in der Schule lieber Matheaufgaben bearbeitet hast, statt Dich mit Sprache auseinanderzusetzen, solltest Du genau überlegen, ob der Beruf des Texters wirklich etwas für Dich ist. Denn ohne sprachliches Geschick wirst Du weder dauerhaft überzeugen, noch in einer angemessenen Geschwindigkeit arbeiten können, um die Fähigkeit rentabel zu gestalten.

      2. Fachwissen

      Fachwissen in einer speziellen Nische kann extrem hilfreich sein. Das liegt zum einen daran, dass Auftraggeber oft Fachautoren suchen, um Expertise zu beweisen. Zum anderen kannst Du Aufträge in Deinem Fachbereich schneller abschließen. Bedenke: Auch im Journalismus gibt es Fachjournalisten für Technik, Wirtschaft, Sport und andere Bereiche. 

      3. Technische Fähigkeiten in Bezug auf Webseiten

      Du hast schonmal mir WordPress oder einem anderen CMS (Content-Management-System) gearbeitet? Sehr gut! Denn viele Auftraggeber begrüßen es, wenn Du Inhalte selber “einstellen” kannst. Dies spart einen Zwischenschritt und kann die Chance auf einen dauerhaften Deal erhöhen (oder aber schlichtweg Deinen Preis verbessern).

      Etwas höhere Anforderungen an angestellte Texter

      Etwas höher können die Anforderungen sein, wenn Du Dich als Texter anstellen lassen willst. Oft wird ein journalistischer Hintergrund oder ein abgeschlossenes Studium mit sprachlichem Einschlag (Kommunikationswissenschaften, Marketing usw.) vorausgesetzt. Der Nachweis einer einschlägigen Ausbildung kann entsprechend auch die Verdienstmöglichkeiten beeinflussen.

      Texter werden: Lohnt sich das in Zeiten von ChatGPT / KI überhaupt noch?

      Tja, das ist die Frage: Sehr wahrscheinlich wird es immer einen Markt für besonders kreative Texte geben. Vor allem Werbetexter werden also weniger stark von der Entwicklung betroffen sein wie andere.

      Produktbeschreibungen hingegen erstellt ChatGPT auf Knopfdruck, selbst nüchterne Pressemitteilungen sind schnell erstellt. Auch was Ratgebertext betrifft, ist “KI” eine große Hilfe - wenn auch nicht immer (noch nicht) des Rätsels Lösung. 

      In jedem Fall aber ist es für Texterinnen und Texter schwieriger geworden, Aufträge zu generieren und vor allem die teils hohen Preis zu rechtfertigen, die man ansetzen muss, um von seinem Verdienst leben zu können.

      Wie viel verdient man als (freier) Texter?

      Die Frage aller Fragen - leider kann man sie nicht pauschal beantworten, jedenfalls nicht seriös. Während man bei angestellten Werbetextern durchaus einen durchschnittlichen Stundensatz sowie Jahreslohn recherchieren könnte, variiert der Verdienst bei freiberuflichen Textern stark. Warum? Ganz einfach, weil sich das Abrechnungsmodell (Stundensatz, Wortpreis) sehr stark unterscheidet, der eine länger und der andere weniger lange für einen Text braucht sowie die Auftragslage nicht gesichert ist (jedenfalls sehr häufig nicht).

      Selbstständig oder freiberuflich: Was gilt und wie läuft das mit dem “Selbstständig machen” als Texter?

      Selbstständig bist Du in jedem Fall immer dann, wenn Du mit Deiner Tätigkeit als Texter Geld verdienen willst, also eine sogenannte Gewinnerzielungsabsicht hast. Deine Einnahmen als Texter musst Du in jedem Fall über die Einkommensteuer versteuern.

      Texterinnen und Texter sind in der Regel Freiberufler und damit explizit keine Gewerbetreibende. Das entpuppt sich beim genauen Hinsehen als immenser Vorteil. Denn zum einen musst Du als Texter kein Gewerbe anmelden. Zum anderen entfällt dadurch auch die Pflicht, Gewerbesteuer zu bezahlen. Und die kann bei einem hohen Verdienst und je nach Unternehmenssitz ganz schön ins Geld gehen.

      Außerdem ist die selbstständige Tätigkeit als Texter noch schneller angemeldet als beispielsweise ein Einzelunternehmen. Eine steuerliche Erfassung beim Finanzamt genügt für gewöhnlich. Am besten rufst Du einfach mal dort an.

      Mehrwertsteuer als Texter: ja oder nein?

      Umsatzsteuerpflichtig bist Du, wenn Du mehr als 22.000 Euro Umsatz pro Jahr machst. Liegt Dein Umsatz darunter, kannst Du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und musst nicht zwingend Umsatzsteuer ausweisen. Allerdings kannst Du Dich auch freiwillig Umsatzsteuer ausweisen und abführen. Dann profitierst Du unter anderem vom Vorsteuerabzug, erhältst also im Gegenzug bezahlte Vorsteuer auf Dienstleistungen oder Waren zurückerstattet. 

      So erhältst Du Aufträge als Texter

      Du solltest Dich in jedem Fall breit aufstellen und sichtbar werden - egal wie. Sehr empfehlenswert ist die Autorenbox, die viele Publisher Dir gewähren. Das ist sozusagen kostenlose Werbung für Dich. 

      Auch eigene Social-Media-Profile, über die Du auf Kundensuche gehen kannst, helfen Dir bei der täglichen Akquise. Zudem gibt es beispielsweise bei Facebook-Gruppen, in denen Auftraggeber Gesuche einstellen. 

      Last but not least findest Du im Internet auch Plattformen, die sozusagen als Vermittler zwischen Auftraggeber und Dienstleister agieren. Bekannte Beispiele hierfür wären textbroker.de und content.de.

      Auf einen Blick:

      • Content-Plattformen wie content.de und textbroker.de
      • Fiverr
      • Gruppen auf Social-Media
      • Direktakquise über LinkedIn
      • Autorenbox als Werbung
      • Gastartikel 
      • eigener Blog / eigene Website / eigenes Portal

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      Die Autorin

      Als freie Autorin und Bloggerin ist Regina nicht nur für privatier-werden.de, sondern auch für Dienstleister in der Finanzbranche aktiv. Hier teilt Regina neben allgemeinen Informationen auch eigene Erfahrungen und Meinungen. Die Inhalte stellen entsprechend KEINE Anlage-, Rechts-, Steuer- oder Lebensberatung dar.

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